6. Schulwettbewerb zur Nanotechnologie

„Nano für eine bessere Zukunft". So lautet das Thema des 6. Schulwettbewerbs zur Nanotechnologie. Seit 2007 wird dieser Schulwettbewerb jährlich ausgeschrieben.
Mitmachen können auch in diesem Schuljahr 2011/12 Schüler(gruppen) von Realschulen, Gymnasien, Berufsoberschulen und Fachoberschulen in Bayern.
Die Beiträge können in Klassen-, Seminar- oder Projektarbeiten, in Form eines „Nanotechnologie-Projekttages“ und vielem mehr entstehen. Einzeleinsendungen von Schülern und Schülergruppen sind ebenfalls erwünscht.
Für besonders geeignete Einsendungen winken wieder Geldpreise von insgesamt über 4250 Euro für die Klassenkasse.
Anmeldeschluss verlängert: 29. Juni 2012
Einsendeschluss: 27. Juli 2012
Infos zum Wettbewerb
Nanotechnologie – was ist das?
Die Nanotechnologie ist eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie umfasst technologische Prozesse die zu Strukturen im Größenbereich der Nanometerskala führen (1 Nanometer = 10-9 m = 1 milliardstel Meter). Nach oben wird dieser Größenbereich durch die Mikrometerskala begrenzt (1 Mikrometer = 10-6 m =1 millionstel Meter).
Auf der Nano-Ebene ergeben sich viele neue Möglichkeiten zur gezielten Einstellung von Oberflächeneigenschaften oder der Farbe von Materialien, für neue Computergenerationen, hochstabile Leichtbauwerkstoffe und vieles mehr.
In der Nano-Welt regieren andere physikalische Gesetze als im makroskopischen Bereich. Sie können gezielt ausgenutzt werden, um Nano-Materialien und -Bauteile mit neuen Eigenschaften herzustellen.
Warum ein Nano-Schulwettbewerb?
Ziel des Clusters Nanotechnologie und der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig an dieses neue Technologiefeld heranzuführen. Ein Element unseres Nachwuchsförderprogramms ist der Nano-Schulwettbewerb, der seit 2007 jedes Jahr ausgeschrieben wird.
Was gibt es zu gewinnen?
Für besonders geeignete Einsendungen winken wertvolle Preise für die Klassenkasse:
1. Preis 1.500 EUR
2. Preis 1.000 EUR
3. Preis 750 EUR
4. Preis 500 EUR
5. Preis 500 EUR
weitere Sonderpreise
Die Siegerprojekte werden von je drei SchülerInnen in Form einer Kurzpräsentation (Powerpoint/Video) am Tag der Preisverleihung persönlich vorgestellt.
Die Gewinnberechtigung ist an die Teilnahme der Preisverleihung gebunden! Die Preisverleihung des 6. Nano-Schulwettbewerbs findet voraussichtlich am 20. November 2012 im Deutschen Museum München statt.
Die Geldpreise werden an die Schulen ausgezahlt.
Das Postermotiv
Das Bild „Herzblatt“ stammt von Claudia Matteis. Zu sehen ist eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme einer Struktur, die beim Elektrospinnen eines Polylactid/Silbernanopartikelkomposits entstanden ist.
Dieses Foto ist Bestandteil der Initiative "nano+art" - Impressionen aus dem Nanokosmos, ein bundesweiter Wettbewerb des Netzwerkes www.nano4women.com der science2public - Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V.
Teilnahmebedingungen
Wer kann mitmachen?
Mitmachen können Schülergruppen, Klassen oder EinzelschülerInnen von Gymnasien, Berufsoberschulen/Fachoberschulen und Realschulen des Freistaates Bayern.
Wie kann man mitmachen?
Beim Wettbewerb sollen Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen in Kooperation mit ihren Lehrkräften sich mit dem Wettbewerbsthema befassen. Die Beiträge können beispielsweise in Klassen-, Seminar- oder Projektarbeiten, in Form eines „Nanotechnologie-Projekttages“ und vielem mehr entstehen.
Einzeleinsendungen von Schülern und Schülergruppen sind ebenfalls erwünscht. Eingereicht werden können individuelle Beiträge, die sich mit dem Wettbewerbsthema auseinander setzen – ob auf informative, aufklärende, witzige, kritische, künstlerische oder sonstige Weise. Den jungen Forschern werden diesbezüglich keine Grenzen gesetzt
Was kann wie eingereicht werden?
Als Beitrag wird grundsätzlich ein Text von maximal fünf DIN A4 Seiten Länge elektronisch auf Datenträger erwartet. Alle Beiträge sind so zu kennzeichnen, dass sie dem Einsender eindeutig zuzuordnen sind.
Unterstützend sollen beispielsweise folgende Unterlagen eingereicht werden:
- Modelle/Exponate (inkl. Digitalaufnahmen/Video)
- Video (max. 5 Minuten lang)
- PowerPoint-Präsentation (max. 20 Folien)
- Poster/Plakate in DIN A2 Format (zusätzlich in digitalisierter Form einreichen!)
- Collagen, Flyer etc.
- Schriftliche Ausarbeitungen
Aufgrund des Weiterversands an die Jury, bitten wir unbedingt um digitalisierte Daten!
Eingereicht werden können alle Dateien, die unter Windows abspielbar sind in folgenden Formaten:
- Graphiken: JPEG, PNG, BMP, TIF, GIF, WMF, PS, PDF, EPS.
- Audiodateien: WAV, MP3, AAC (MPEG-2, MPEG-3, MPEG-4), WMA, jeweils ohne Kopierschutz. Keine REAL-PLAYER-Formate!
- Videodateien: MPEG-2, MPEG-3, MPEG-4, AVI, AAC, MOV. Keine REAL-PLAYER-Formate, keine kopiergeschützten DVD- oder Video-CD-Filme
Was ist für die Teilnahme zu beachten?
Für die Teilnahme am Wettbewerb ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte schicken Sie das ausgefüllte Anmeldeformular bis 29.06.2012 zurück.
Mit der Anmeldung erklären die TeilnehmerInnen, ihren Beitrag bei keinem anderen Wettbewerb eingereicht zu haben. Ein eventuell zuerkannter Preis wird in diesem Fall rückgängig gemacht und der Gewinner verpflichtet sich, das Preisgeld zurückzuzahlen.
Die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e. V. erhält das Nutzungsrecht an allen eingesandten Beiträgen und darf die Beiträge unentgeltlich in allen Publikationen (Print und Online) veröffentlichen.
Die Beiträge müssen von Rechten Dritter frei sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Beiträge verbleiben bei der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e. V. Eine Haftung bei Verlust oder Beschädigung der Beiträge besteht nicht.
Bis wann können Beiträge eingereicht werden?
Einsendeschluss ist der 27.07.2012. Bitte verwenden Sie dafür das unten stehende Einsendeformular.
Wohin werden die Beiträge geschickt?
Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e. V.
Dr. Ruth Jesse
Josef-Martin-Weg 52 | Campus Hubland Nord
97074 Würzburg
Fax: 0931 31699-19
E-Mail: schulwettbewerb@initiative-junge-forscher.de
Wer bewertet die Beiträge?
Die Beiträge werden von einer unabhängigen Jury unter Berücksichtigung der Schulform vergleichend nach folgenden Kriterien bewertet:
- Umfang in Stunden,
- Inhalte,
- Einfallsreichtum,
- Alter der teilnehmenden SchülerInnen,
- Arbeitsaufwand,
- Medieneinsatz.
Wann werden die Teilnehmer über das Ergebnis informiert?
Alle Teilnehmer werden im Oktober 2012 schriftlich benachrichtigt. Die Gewinnerschulen bekommen die Preise persönlich überreicht. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben. Hierzu sind alle Teilnehmer des Schulwettbewerbs eingeladen. Fahrtkosten zur Preisverleihung werden nicht erstattet. Interessierte Eltern können gerne auf eigene Kosten an der Veranstaltung teilnehmen.
Anregungen gesucht?
Beispiele aus vergangenen Wettbewerben
Unterstufe
Warum werden Pinguine nicht nass?
Quirin und Kilian wollten wissen, warum das Federkleid des Pinguins im Wasser trocken bleibt.
> zum Filmbeitrag
Was Erwachsene (nicht) über Nanotechnologie wissen
5. Klasse, Gymnasium: Angeregt durch ein Plakat im Physikflur des Schulhauses wollte die Klasse von sich aus am Wettbewerb teilnehmen. Nach ersten Informationen zum Thema durch ihren Lehrer vermuteten die Kinder, dass ihre Eltern auch nicht mehr wüssten als sie selbst – und wollten das mit einer Umfragen überprüfen. Sie erarbeiteten im Unterricht einen Fragebogen, den sie an Eltern und andere Erwachsene verteilten und anschließend auswerteten. Die Ergebnisse der Umfrage stellten sie in einer Powerpoint-Präsentation zusammen.
> Fragebogen
> Auswertung (PP-Präsentation)
Der Nanotechnologie auf der Spur
Kooperationsprojekt einer 6. und einer 9. Klasse, Realschule: Die Schülerinnen und Schüler hatten es sich zur Aufgabe gemacht, alle Klassen ihrer Schule durch Expertenvorträge, Experimente und eine Ausstellung über Nanotechnologie zu informieren.
Nano mit Na & No
7. Klasse, Gymnasium: Auf Anregung ihres Informatiklehrers haben die Schülerinnen und Schüler eine Website gestaltet, die Kinder ab der 5. Jahrgangsstufe über Nanotechnologie informiert.
Lotus-League
7. Klasse, Gymnasium: Die Schülerinnen und Schüler erforschten den Lotus-Effekt mit verschiedenen Experimenten. Unter anderem bauten sie eine mit Nano-Stoff ausgekleidete „Schikanen-Bahn“, um herauszufinden, ob ein bestimmtes Quantum Flüssigkeit diese Bahn durchlaufen kann, ohne dass etwas von der Flüssigkeit verloren geht.
Mittelstufe
Die Welt der Nanos
8. Klasse, Realschule: Die Schülerinnen und Schüler stellten mit Hilfe ihres Lehrers einen Projektplan auf, wie sie mehr zum Thema Nanotechnologie erfahren könnten. Am Anfang stand ein Besuch im Deutschen Museum München, dann führten die Kinder einen Projekttag mit Experimenten durch und organisierten schließlich, aufbauend auf ihrem inzwischen erworbenen Wissen, eine Ausstellung und Pausenaktion für die gesamte Schule.
Nano-Food – Essen aus dem Chemielabor
9. Klasse, Realschule: 12 Schülerinnen der Klasse setzten sich drei Wochen mit dem selbst gewählten Thema auseinander, recherchierten, erstellten Poster, organisierten eine Stellwandausstellung in der Schule und drehten einen Video-Clip. Dabei orientierten sie sich an den Fragen: Was ist Nano-Food? Was gibt es 2010, was wird es 2030 geben? Wo liegen Chancen und Risiken?
Die Nano-Krawatte
9. Klasse Gymnasium Im Rahmen eines Klassenprojektes „Filme und Comics zur Nanotechnik“ entwickelte diese Schülerinnengruppe einen Sketch, den sie auf Video aufzeichnete.
Wunder der Natur oder tödliche Spielerei der Wissenschaft?
9. Klasse, Realschule: Mit Unterstützung ihres Physiklehrers nahmen sich drei Neuntklässler vor, „über die Nanotechnologie in der Natur und in der Wissenschaft zu berichten.“ Das Ergebnis ihrer Recherche- und Forschungsarbeit: eine peppig gemachte PowerPointPräsentation und ein knapp fünfminütiger Film, mit dem sie ihre Mitschüler über das Thema informierten.
Workshop „Nanotechnologie im Alltag
9. Klasse, Gymnasium: Zwei Neuntklässlerinnen entwickelten einen Workshop für Grundschüler, um Kinder in das Thema Nanotechnologie einzuführen, und führten diesen Workshop in zwei Grundschulen durch.
Nanotechnologie für alle sichtbar!
9. Klasse, Realschule: Mit dieser Arbeit wollten zwei Schülern zeigen, „dass Nanotechnologie allgegenwärtig ist“. Sie erarbeiteten einen PowerPoint-Vortrag mit Video und entwickelten für ihre Mitschüler witzige Experimente zum Nachmachen: den Ketchup-Versuch, den Stock-Sand-Versuch, den Ketchup-Stahlkugel-Versuch und eine Versuch zum Tyndall-Effekt.
Oberstufe
nanotechnology@jfg
Fernsehbeitrag des P-Seminars am jakob-Fugger-Gymnasium Augsburg für den Regionalsender Augsburg TV über den selbst gestalteten Nano-Projekttag an der Schule.
> zum Film
Go, nano! Mobilität in der Zukunft
11. Klasse, Gymnasium: Die Schüler dieser reinen Jungenklasse entwarfen gemeinsam ein Zukunftsauto, bei dem überall Nanotechnik zum Einsatz kommt: bei der Innenausstattung (Tricks der Natur für ein immer sauberes Auto), der Bereifung (nanobionisch beschichtete Felgen), die Radaufhängung (Nanofluide in den Stoßdämpfern), der Abgasanlage (Vergrößerung der Katalysatoroberfläche durch Edelmetallpartikel), Karosserie (widerstandsfähiger Stahl, kratzfester Lack). Die Informationen dazu beschafften sie sich selbstständig und im Unterricht.
NanoRap
11. Klasse, FOS: „Vom N zum A zum N zum O / ein Hoch auf diese Technologie.“ Mit ihrer musikalische Aufbereitung des Themas zeigte diese Gruppe von Schülerinnen und Schülern, das man sich der Nanotechnologie auch mal auf ganz andere Weise nähern kann.
Nanopolis
12. Klasse, Gymnasium: In ihrer Facharbeit entwickelte eine Schülerin ein Gesellschaftsspiel zum Thema „Nanotechnologie im Alltag“.
Nano – das Buch
W-Seminar, Gymnasium: Die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsstufen Q11/Q12 erstellten über zwei Jahre verschiedene Seminararbeiten, Referate und Vorträge zum Thema Nanotechnologie. Diese Arbeiten stellten sie mit Hilfe ihres Kunstlehrers zu einem schön gestalteten Buch zusammen.