KI erleben, verstehen und anwenden
Erfolgreiche Pilotierung des neuen Projekttags zu Künstlicher Intelligenz
Wie sieht die Welt von morgen aus – und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz darin? Mit dieser Frage startete die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher am 5. Und 6. Dezember 2025 in einen neuen Projekttag, der am Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden am Main erstmals pilotiert wurde. Zwei Tage lang tauchten Jugendliche der Schüler*innen-Akademie in die faszinierende Welt der KI ein und erlebten, wie spannend, kreativ und alltagsnah das Thema sein kann.
Nach einer Portion Grundwissen über Künstliche Intelligenz – Funktionsweise, Gefahren, Datenschutz – modernisierten die Schüler*innen die fiktive Stadt KIpolis mit KI-Anwendungen. Dabei waren die sie äußerst aufmerksam und entdeckten sogar kleinere Unstimmigkeiten an KIpolis, denen sie mit viel Kreativität und Einfallsreichtum begegneten. Ihre selbst entwickelten Lösungsideen wendeten sie am zweiten Tag direkt an und reflektierten ihre Ergebnisse in gemeinsamer Runde.
„Mir hat die Teachable Machine sehr viel Spaß gemacht, weil ich es cool fand, so etwas selbst auszuprobieren, und zum Schluss hat es auch richtig gut funktioniert!“, resümiert eine Teilnehmerin begeistert. „Besonders schön fand ich die Dinge, bei denen wir selbst etwas machen konnten“, bestätigt ein weiterer Teilnehmer. Der Projekttag bot einen praxisnahen Zugang und anwendungsorientierten Zugang zum Thema KI – und zwar mit messbarem Erfolg: Während vorher rund 89 Prozent der Teilnehmenden angaben, nur wenig fachspezifisches Wissen über KI zu haben, schätzten nach dem Projekttag 44 Prozent ihren Wissensstand als hoch und 56 Prozent als mittelmäßig ein.
Diese Rückmeldungen stehen ganz im Einklang mit den Zielen des Projekttags, der sich als zusätzlicher Baustein in die Bildungsarbeit der IJF in Bayern einfügt. Der neue Projekttag soll das Fachwissen sowie die Methodenkompetenz von Schüler*innen in diesem Bereich stärken und das Bewusstsein für Chancen und Risiken von KI schärfen. Zudem ist es ein besonderes Anliegen, dass sich die Kinder genderunabhängig in MINT-Disziplinen ausprobieren können und perspektivisch auch Berufschancen in diesem Feld ergreifen. Der Projekttag wird künftig in Schulklassen ab der 5. Jahrgangsstufe ausgerollt. Gefördert wird er aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).