Mit Kopf, Herz und Händen: Wie entdeckendes Lernen Unterricht lebendig macht
Am 24. März 2026 führten Referentinnen der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) eine Lehrkräftefortbildung zu erneuerbaren Energien in Deggendorf durch, während der sich die Lehrkräfte Methoden des forschend-entdeckenden Lernens sowie der praxisorientierten Wissensvermittlung aneigneten. Im Tandem mit der Technischen Hochschule Deggendorf ergänzten ein Vortrag zum Thema Wasserstofftechnologien sowie eine Exkursion die Fortbildung.
Lehrkräfte beschreiten mit Teamgeist neue Wege im Unterricht
Ziel der Fortbildung war die Vermittlung von didaktischen Methoden, mit denen die Lehrkräfte ihren Unterricht praxisnah gestalten können. Gerade der Fokus auf Methoden des forschend-entdeckenden Lernens schafft niedrigschwellige Bildungsangebote für Schüler*innen mit unterschiedlichsten Genderidentitäten, Herkünften oder sozialen Hintergründen.
Im Zentrum der erneuerbaren Energien standen Dämmungen sowie Wege, wie Strom aus regenerativen Energien gewonnen werden kann. Dabei durften die Lehrkräfte selbst Hand anlegen: Sie lernten unterschiedliche Dämmmaterialien hautnah kennen und setzten eigenständig kleine Stromkreise um, bauten Windräder und verwendeten Solarzellen.
Während zwei Challenges konnten die Lehrkräfte ihren Teamspirit unter Beweis stellen: Ein Mal galt es, ein Gefäß mit heißem Wasser mit alltäglichen Materialien zu isolieren, das zweite Mal bauten sie ein Windrad aus Papier. Die Lehrkräfte zeigten sich begeistert vom Programm und von den didaktischen Anregungen:
Vielen Dank nochmal für die inspirierende Fortbildung und auch für die Bereitstellung der tollen Materialien! Ich werde vieles ausprobieren und in meinen Unterricht einbinden. - Eine teilnehmende Lehrerin
Vom Molekül zur Mission machen erneuerbare Energien die Zukunft greifbar
Ein Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Bernd Kuhn vom Zentrum für angewandte Forschung der Technischen Hochschule Deggendorf über „Wasserstofftechnologien – Ein kurzer Ein- / Überblick“ beleuchtete die Rolle von Wasserstoff (H2) für die Energiewende sowie in verschiedenen Industrien. Nach einem knappen Überblick über die physikalischen und chemischen Eigenschaften von H2 wurden unterschiedliche Methoden der Wasserstoffproduktion diskutiert und Anwendungsmöglichkeiten von H2 vorgestellt.
„Dank unserer Zusammenarbeit mit der TH Deggendorf kommen die Teilnehmer*innen unserer Fortbildungen direkt mit dem vermittelten Stoff in Berührung. Durch die Mitarbeiter*innen der Hochschule erhalten die Lehrkräfte aktuelles Wissen und können Anwendungsbeispiele aus der Forschung direkt aus nächster Nähe erleben“, freut sich Elisabeth Gruber, wissenschaftliche Referentin der IJF
Nach der Theorie folgte der Schritt in die Praxis: Anschließend an den Vortrag machten sich die Teilnehmer*innen mit Prof. Dr. Roland Zink auf den Weg, um Standorte von erneuerbaren Energien zu besichtigen. Beim Blick auf einen Solarpark, eine Biogasanlage und ein Wasserkraftwerk wurde umso deutlicher, wie wichtig die Wende hin zu erneuerbaren Energien ist.
Wir bedanken uns bei der TH Deggendorf, besonders bei Prof. Dr.-Ing. Bernd Kuhn sowie bei Prof. Dr. Roland Zink, für die Zusammenarbeit und bei den Lehrkräften für die angeregten Diskussionen. Die Fortbildung wird ermöglicht durch den Europäischen Sozialfonds (ESF Plus).