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Auftaktveranstaltung und Netzwerktag für pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte

Talkrunde beim 1. MINT-Tag: Christoph Petschenka, Dr. Gunther Schunk, Dr. Ingo Krüger, Johannes Koller, Dr. Dorothee Strunz, Michael von Hertell, Melanie Daemon Barbosa (v.l.). (Quelle: Wirtschaftsregion Hochfranken e.V.)

1. MINT-Tag Hochfranken: Gemeinsam den MINT-Nachwuchs fördern

Wie können wir Kinder und Jugendliche für MINT-Themen begeistern? Diese Frage stellt sich die neue MINT-Region Hochfranken. Die MINT-Region wurde von der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF), der Bayerischen Sparkassenstiftung und der Wirtschaftsregion Hochfranken e.V., unterstützt von den Unternehmen HFO Telecom, LAMILUX Heinrich Strunz Gruppe, REHAU, SCHERDELGruppe, Viessmann Allendorf Stiftung, Vishay Electronic GmbH und der Sparkasse Hof im Laufe des Jahres 2016 aufgebaut. Die offizielle Auftaktveranstaltung, der 1. MINT-Tag Hochfranken, fand am 24. November 2016 an der Hochschule Hof statt.

Mehr als 100 Teilnehmer – pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, MINT-Bildungsanbieter sowie Vertreter aus Unternehmen, Politik und Schulverwaltungen tauschten sich mit Kollegen und anderen Akteuren aus und informierten sich über die bestehende MINT-Landschaft der Region Hochfranken.

Der Begrüßung durch den Präsidenten der Hochschule Hof, Professor Dr. Jürgen Lehmann, und einer Einführung von Landrat Dr. Oliver Bär schloss sich eine Talkrunde an. Zum Thema „Die MINT-Region Hochfranken stellt sich vor“ diskutierten mit Moderator Dr. Gunther Schunk: Melanie Daemon Barbosa (Grundschule Münchberg), Michael von Hertell (REHAU), Dr. Ingo Krüger (Bayerische Sparkassenstiftung), Christoph Petschenka (IJF), Dr. Dorothee Strunz (LAMILUX) und Johannes Koller (Ministerialbeauftragter für Realschulen in Oberfranken). Sie thematisierten die Attraktivitätssteigerung der MINT-Fächer und MINT-Ausbildungsberufe, Schwierigkeiten bei der Umsetzung im Arbeitsalltag von Lehrkräften und die Chancen einer durchgängigen MINT-Bildungskette für Hochfranken. Das MINT-Netzwerk biete hier die richtige Plattform, um Angebot und Nachfrage – beispielsweise in Form einer Online-Datenbank – zusammenzuführen, Akteure zu vernetzen und neue Angebotsformate zu entwickeln.

Christoph Petschenka betonte als Geschäftsführer der IJF und Miterbauer der neuen MINT-Region Hochfranken: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der neuen MINT-Region Hochfranken ein Netzwerk gegründet haben, das helfen wird junge Menschen für Technikberufe und die Naturwissenschaften zu begeistern. Was kann es schöneres geben, als an der Zukunft von Hochfranken konkret mitzuarbeiten.“

Professor Dr. Volker Ulm, Inhaber des Lehrstuhls für Mathematik und ihre Didaktik an der Universität Bayreuth präsentierte in seinem Vortrag das Konzept des „Forschenden Lernens“ als einen Weg, um Interesse und Verständnis im MINT-Unterricht zu fördern. Er gab damit einen Impuls zur Unterrichts- und Schulentwicklung und verdeutlichte anhand von Praxisbeispielen die Umsetzung für Schülerinnen und Schüler aller Leistungsniveaus.

Insgesamt acht Workshops – von Experimenten mit Keramik und Kunststoffen bis zu Weltraumrobotik und Best-Practices aus dem Schulalltag – boten Gelegenheit, verschiedene Themen und didaktische Konzepte live zu erleben und Anregungen für den pädagogischen Alltag mitzunehmen.

Auf dem MINT-Marktplatz stellten Bildungseinrichtungen und Unternehmen ihre MINT-Aktivitäten vor. Aussteller waren Energievision Frankenwald, Haus der kleinen Forscher, HFO Telecom, Hochschule Hof, IISYS – Institut für Informationssysteme, Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF), LAMILUX, Ökologische Bildungsstätte Burg Hohenberg, Porzellanikon, REHAU, SCHERDEL, Science Lab, Viessmann Kühlsysteme, VHS Landkreis Hof und Wirtschaftsregion Hochfranken.

Beendet wurde die Veranstaltung von einem „Science Slam“ zum Thema „Was ist drin – wie man erfahren kann, wie der Planet Erde aufgebaut ist“ vom Schüler David Neumann aus Bayreuth. Er stellte eindrucksvoll unter Beweis, wie man Begeisterung für MINT-Themen im Unterricht wecken kann und dass Wissenschaft keineswegs eine trockene Angelegenheit sein muss.

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Die Arbeitswelt von morgen wird von einer starken Technikorientierung und Digitalisierung geprägt sein. Dennoch nehmen Jugendliche die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vielfach nicht als die ausgezeichneten Karrierechancen wahr, die sie zweifellos sind.

Hochfranken – die Landkreise Hof und Wunsiedel sowie die kreisfreie Stadt Hof – als eine der am höchsten industrialisierten Regionen Deutschlands ist von der Nachwuchsproblematik im technischen Bereich besonders betroffen.

Die MINT-Region Hochfranken soll dazu beitragen

  • für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und Interesse für entsprechende Berufsfelder zu wecken
  • die Vernetzung bestehender Aktivitäten der MINTAkteure aus Schule, Forschung und Wirtschaft voranzutreiben,
  • neue attraktive MINT-Angebote für alle Schularten und Klassenstufen zu entwickeln.