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FHWS-Professor Jochen Seufert (links) und IJF-Geschäftsführer Christoph Petschenka (re.) freuen sich, dass der Schulbesuch Leichtbau bei den Jugendlichen ankommt.

Die Neuntklässler der Wilhelm-Sattler-Realschule Schweinfurt konnten sich beim Schulbesuch Leichtbau an verschiedenen Experimentierstationen erproben.

Schweinfurter Bürgermeisterin Sorya Lippert mit IJF-Geschäftsführer Christoph Petschenka beim Auftakt-Schulbesuch Leichtbau.

IJF und FHWS kooperieren bei Technologie-Nachwuchsförderung

  • Bildungsinitiative und Hochschule starten neues Kooperationsmodell im
    Bereich MINT-Bildung
  • Neuer Schulbesuch „Leichtbau“ erweitert naturwissenschaftlich-technische
    Bildungsangebote in der Region Mainfranken
  • Schülerinnen und Schüler erhalten Anregungen zur Berufswahl

Die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF) und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) werden verstärkt im Bereich der MINT-Nachwuchsförderung zusammenarbeiten. Beide Institutionen haben dazu eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Gemeinsam möchten sie Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen in der Region über Leichtbau, eine für unsere Wirtschaft und Umwelt wichtige Zukunftstechnologie, informieren. 

Bei dieser Konstruktionsphilosophie kommt es darauf an, bei Bauteilen möglichst viel Gewicht einzusparen, ohne dass deren Funktionalität leidet. Ziel ist hierbei die Einsparung von Rohstoffen, Kosten und CO 2 -Ausstoß. Eine Schlüsselrolle spielt Leichtbau vor allem im Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau, in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Bauindustrie. Hier eröffnet sich für junge Menschen eine Vielzahl interessanter, teilweise ganz neuer Berufsperspektiven. 

„Wir freuen uns, dass wir mit der FHWS einen weiteren starken Partner in unserem Netzwerk haben, dem MINT-Bildung ein zentrales Anliegen ist. Nach wie vor ist der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ein zentrales Thema in Deutschland, gerade in einer so von der Wirtschaft geprägten Region wie Mainfranken. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern Freude an Naturwissenschaft und Technik vermitteln und Berührungsängste abbauen. Dazu tragen in erster Linie auch die Studierenden und Auszubildenden bei, die die Schulbesuche durchführen“, sagt IJF-Geschäftsführer Christoph Petschenka.  

Schulbesuch Leichtbau – Theorie und Praxis ergänzen sich

Im Schulunterricht wird Leichtbau bisher noch nicht thematisiert. Das möchten die IJF und FHWS ändern und bieten mit dem Schulbesuch „Leichtbau“ ein den Lehrplan ergänzendes Angebot an. „Unsere Studierenden bringen den Schülerinnen und Schülern mit großem Elan das Thema Technik und die Vielseitigkeit eines technischen Berufs oder Hochschulstudiums nahe. Wir könnten uns kaum bessere Botschafter wünschen. Wie sehr sie dabei in persönlicher als auch fachlicher Hinsicht von diesem Lernmodell profitieren, hat sich bereits in der Vorbereitungsphase gezeigt“, so Prof. Robert Grebner, Präsident der Hochschule Würzburg-Schweinfurt.   

Der Schulbesuch gibt den Jugendlichen in vier Schulstunden einen Überblick über das Thema Leichtbau. Er soll zeigen, welches Potenzial, welche technische, wirtschaftliche und ökologische Bedeutung diese Zukunfts-Technologie hat und welche Berufschancen sie bietet. 

Im Mittelpunkt des Schulbesuchs steht das forschende Lernen. Die Jugendlichen erhalten altersgerecht aufgearbeitete Informationen und dürfen eigenständig experimentieren, was wiederum den Spaß an der Sache vermittelt. Verschiedene Lernstationen ermöglichen, wichtige Kernelemente des Leichtbaus zu begreifen. Dabei spielen Materialtests, Kosten-Nutzen-Rechnungen über verwendete Baumaterialien oder die Herstellung neuer Faserverbund-Werkstoffe eine große Rolle.  

Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler in dem Modul Berufsorientierung Anregungen zur Berufswahl und möglichen Ausbildungsberufen. „Wir nutzen dabei das Know-how vor Ort und binden lokale Partner und Unternehmen aus der Region aktiv ein. Hier setzen wir auf die Azubis aus den Unternehmen, die aus erster Hand über ihre Ausbildung berichten“, sagt Petschenka.        

Regional durchgeführt und koordiniert wird der Schulbesuch von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Dort wurde ein Team aus eigens dafür qualifizierten Studierenden der Fachrichtungen Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre aufgebaut. Geschult und fachdidaktisch begleitet wurden sie dabei von der IJF.                                                                             

FHWS wird zweiter regionaler IJF-Stützpunkt

Mit der Kooperation gehen IJF und Hochschule neue Wege in der Bildungszusammenarbeit. Zudem etabliert die IJF an der FHWS nach Augsburg einen zweiten sogenannten IJF-Stützpunkt. „Der Stützpunkt ermöglicht uns unser Schulbesuchsprogramm Leichtbau flächendeckend in der Region Mainfranken auszubauen und damit mehr Schulen bayernweit zu erreichen“, so Christoph Petschenka.

Pressemeldung