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wer wir sind

Die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V.

Seit 2010 engagiert sich die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF) für die Bildung von Kindern und Jugendlichen im Bereich von Naturwissenschaft und Technik. Bei Schulbesuchen und  Fortbildungen für Pädagogen sowie verschiedenen Veranstaltungen konnten wir bisher bayernweit mehr als 56.000 Interessierte für Zukunftstechnologien wie Leichtbau, Nanotechnologie und Bionik begeistern.

Unser Schulteam – junge Wissenschaftler und angehende Doktoranden der Natur- und Technikwissenschaften – ist wöchentlich an Schulen in allen Regierungsbezirken zu Gast. Hier erleben sie hautnah, mit welcher Freude die Schüler*innen bei der Sache sind und wie interessiert sie sich auf neue Themen einlassen. Das freut uns und bestätigt unser Engagement.

Möglich wird unsere Arbeit durch die finanzielle Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie unserer Mitglieder und Partner aus Wirtschaft, Forschung und Bildung.

Im Juli 2015 startete unser zweites innovatives ESF-Förderprojekt:

Nachwuchsförderung 4.0 – Qualifizieren für die Zukunft.

Unter veränderten thematischen Schwerpunkten werden wir uns inhaltlich weiterentwickeln und neue Projekte anbieten. Diese Bildungsmodule richten sich verstärkt an Schüler*innen ab 15 Jahre in ganz Bayern. Zudem binden wir aktiv die Lehrkräfte als Bildungsmultiplikatoren ein.

Thematische Schwerpunkte des zweiten ESF-Förderprojekts 2015 bis 2019

Nachhaltig und praxisorientiert: IJF-Bildungsmodule werden erweitert

Die IJF intensiviert die Zusammenarbeit mit den Schüler*innen und Lehrkräften.

Unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen werden zukünftig mindestens elf Unterrichtsstunden (bisher vier Stunden) mit den Teilnehmer*innen zu einen Thema arbeiten. Hier eröffnen sich für alle neue Chancen.

So erhalten beispielsweise die an unseren Schulbesuchen teilnehmenden Schüler*innen noch mehr praxisbezogene Informationen. In außerschulischen Weiterführungsstunden können sie bei verschiedenen Industriepartnern reinschnuppern. Damit stellen wir den Praxisbezug zu der in der Schule vermittelten Theorie her.

Neue Themen: Energie und Umwelt

Die IJF entwickelt hierzu ein neues Schulbesuchs- und Fortbildungsprogramm.

In einer Gesellschaft, die sich die Energiewende zur Aufgabe gemacht hat und auf eine ressourceneffiziente wie umweltschonende Wirtschaft setzt, müssen die Themen Umwelt und Energie verstärkt im Bildungsbereich aufgegriffen werden. Nur durch auch in diesem Themenbereich kompetente junge Menschen kann der hier notwendige Wandel mitgetragen und mitgestaltet werden.

Neue Zielgruppe: Mittelschulen in Bayern

Die IJF-Bildungsmodule Schulbesuch und Fortbildungen werden auch auf diese Schulart ausgerichtet.

Mittelschulen stehen in der Schullandschaft auch in der MINT-Bildung oft hintan. Die technisch-naturwissen-schaftlichen Kompetenzen der Jugendlichen und ihr Interesse an entsprechenden Ausbildungsberufen gilt es gezielt zu fördern – auch vor dem Hintergrund, dass versteckte Talente hier immer wieder unentdeckt bleiben. Eine fatale Situation, da gerade die Nachfrage nach begeisterungsfähigen Auszubildenden in den MINT-Berufen hoch ist – noch höher als die Nachfrage im akademischen Bereich, der bisher im Mittelpunkt vieler MINT-Nachwuchsfördermaßnahmen stand oder steht.

Auf Mädchen und Jungen zugeschnitten: Gendersensitiver Bildungsansatz

Die IJF berücksichtigt in ihren MINT-Bildungsangeboten noch stärker den gendersensitiven Ansatz.

Junge Frauen entscheiden sich immer noch zu häufig für einen technikfernen Beruf. Hier kann eine genderspezifische MINT-Förderung entscheidende Gegenakzente setzen. Ein genderspezifischer Ansatz berücksichtigt zudem nicht nur die Lernbedürfnisse von Mädchen in den MINT-Fächern, sondern kommt ebenso den spezifischen Lernbedürfnissen von Jungen zugute – im Gegensatz zu einer MINT-Förderung, die sich an den Bedürfnissen der männlichen Lernenden orientiert und von der Mädchen nachgewiesenermaßen nicht ausreichend profitieren.

Zielgerichteter Ausbau: Regionale MINT-Netzwerke

Die IJF initiiert im Rahmen der MINT-Allianz Bayern, einer Kooperation mit der Bayerischen Sparkassenstiftung, weitere regionale MINT-Netzwerke.

MINT-Bildungsangebote werden im Flächenland Bayern immer noch schwerpunktmäßig in Ballungszentren vorgehalten. Ländliche Regionen verfügen in der Regel nicht über eine vergleichbar breite Angebotspalette – oder können theoretisch verfügbare Angebote nicht systematisch nutzen, weil das Wissen darum und entsprechende Netzwerkstrukturen fehlen. Eine regionale Koordination und Erweiterung der Angebote ist daher dringend notwendig. Diese bedeutet nicht nur einen Schritt zu mehr (Bildungs-)Chancengleichheit im Freistaat. Davon profitieren auch die vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die sich vor allem in ländlichen Regionen befinden und die Bayerns Wirtschaft prägen. Daher werden wir die dritte MINT-Region der MINT-Allianz Bayern in Hochfranken aufbauen.

Faszination Technologien

Naturwissenschaftlich-technische Bildung ist ein Schlüsselthema unserer Zeit.

Von der Kompetenz junger Menschen in diesen Bereichen hängen nicht nur Innovation und Wachstum in Bayern entscheidend ab. Mit ihren Angeboten erhöht die IJF das Interesse, die Kompetenz und die Urteilsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen  an den Zukunftstechnologien, sie fördert Talente und stimuliert so den Fachkräftenachwuchs in Bayern.

Naturwissenschaftlich-technische Bildung fördert demokratische Entscheidungsprozesse.

Nur wer weiß, welche Bedeutung moderne Technologien für jeden Einzelnen und für unsere Gesellschaft  haben, kann die Welt von morgen mitgestalten. Das gilt für jeden Menschen, egal welchen Beruf er oder sie einmal ergreift. Deshalb fördert die IJF Kinder und Jugendliche in der Breite.

Bildungsangebote müssen für alle verfügbar sein.

Die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. ist bayernweit unterwegs. Von Fladungen bis Sonthofen, von Freyung bis Aschaffenburg begeistert  sie auch in den ländlichen Regionen Bayerns Kinder und Jugendliche für Zukunftstechnologien. Mit ihrem Engagement  hilft die IJF jedem Kind, jedem Jugendlichen, sein Recht auf Bildung im immer wichtiger werden Bereich von Naturwissenschaften und Technologien wahrnehmen zu können.

Technologie-Bildung sorgt für mehr Chancengerechtigkeit und ist Integrationsförderung.

Die „Haptik der Technik“ macht es auch jungen Menschen aus bildungsfernen Schichten leicht, Zugang zu diesen Bildungsangeboten zu finden. Nachgewiesen ist auch, dass technisch und naturwissenschaftliche Experimente besonders dafür geeignet sind, Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund Erfolgserlebnisse zu vermitteln, da diese nicht vorrangig von sprachlichen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen abhängig sind.

Bildung muss lebendig sein.

Bildungsmaßnahmen sind dann besonders erfolgreich, wenn sie praxis- und aktualitätsbezogen sind. Über die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher können Kinder und Jugendliche bei Schulbesuchen, bei Forschercamps und Aktionstagen selbst experimentieren und forschen. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte bekommen in den IJF-Fortbildungen Anregungen, wie sie im Unterricht und durch Projekte den Nachwuchs für Naturwissenschaften und Technik begeistern können und lernen neue didaktische Methoden kennen.

Erfolgreiche Bildung muss früh anfangen.

Bildung, Forschung und Wirtschaft müssen sich gegenseitig befruchten.

Die Weiterentwicklung des Bildungssektors ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der sich alle Akteure auf Augenhöhe begegnen sollten.  Über ihr Netzwerk Schule-Wirtschaft-Forschung setzt die IJF hier wichtige Signale. So ergeben sich beispielsweise für die W- und P-Seminare der bayerischen Gymnasien und die Technikzweige der Mittel- und Realschulen hervorragende Möglichkeiten, mit Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen zu kooperieren, die als Mitglied der IJF deren Nachwuchsfördererarbeit ebenfalls aktiv unterstützen.