„Was bleibt?“

Mit dieser Frage endete der MINT[ensiv]-Lernkreislauf für Gemeinschaftsschulen in der Metropolregion Rhein-Neckar – und genau sie prägte auch unser gemeinsames Abschlussfest.
Nach zwei Jahren mit Fortbildungen, Projekttagen und gemeinsamen Erfahrungen kamen die Lehrkräfte der beteiligten Gemeinschaftsschulen, Alev Dreger, Bildungsmanagerin bei der Klaus-Tschira-Stiftung, und das Team der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) noch einmal zusammen. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch und die Frage, welche Spuren das Projekt im Schulalltag hinterlässt.

Ich traue mich heute wieder viel häufiger, Schüler*innen einfach machen zu lassen – auch außerhalb des gewohnten Unterrichtskontexts. Nicht sofort Wissen einzufordern, sondern Neugier und eigene Lösungswege zuzulassen.

Lehrer des Lernkreislaufs

Die Rückmeldung zeigt, dass sich im Laufe von MINT[ensiv] nicht nur die Unterrichtsmaterialien verändert haben, mit denen Lehrkräfte MINT-Themen vermitteln, sondern auch die Haltung, mit der sie ihren Unterricht gestalten.
Andere Lehrkräfte möchten künftig die Experimente aus den Projekttagen fest in ihre schulinternen Curricula aufnehmen. An einer Schule werden unsere Arbeitshefte künftig sogar als Grundlage für ein neues Mentor*innenprogramm genutzt, bei dem Schüler*innen der oberen Klassenstufen gemeinsam mit Grundschulkindern auf Entdeckungsreise in die MINT-Welt gehen.

Damit diese Ideen weiterhin wachsen können, erhielt jede Schule eine Materialbox zum Thema Gesundheitstechnologien – unter anderem mit einer Wärmebildkamera, einem Spirometer, Pulsoxymetern und Fitnessarmbändern. Drei Schulen erhielten zusätzlich eine IT-Box mit Makey Makeys, damit kreative Programmierprojekte auch künftig fester Bestandteil des Unterrichts bleiben.

Ein weiteres Thema zog sich durch viele Gespräche: die Projekttage selbst.

Beim ersten Projekttag war ich ehrlich gesagt skeptisch, meine Klasse einem unbekannten Referenten zu überlassen. Doch mit jedem Besuch wuchs das Vertrauen – und die Vorfreude der Schüler*innen auf den nächsten Projekttag wurde immer größer.

Lehrerein des Lernkreislaufs

Dieses Feedback bestätigt, was unser IJF-Team auszeichnet: fachliche Kompetenz, Kreativität, Zuverlässigkeit und eine große Motivation, mit der unsere Referent*innen junge Menschen für MINT begeistern.

Den Abschluss des Vormittags bildete das MINT-Wirkungsglas. Während der gesamten Veranstaltung schrieben alle Beteiligten ihre Gedanken auf kleine Karten – Erinnerungen, Erfahrungen, Wünsche und Ideen für die Zukunft. Dieses ungefilterte Feedback wurde anschließend an Frau Dreger übergeben. Nun kann es in Ruhe gelesen werden – als wertvolle Rückmeldung und Inspiration für zukünftige Bildungsprojekte.
Für das IJF-Team war dieses Wirkungsglas weit mehr als ein symbolischer Abschluss, denn es hat sichtbar gemacht, was nachhaltige Bildungsarbeit ausmacht. Sie endet nicht mit dem letzten Projekttag, sondern sie lebt weiter, im Unterricht, in neuen Ideen, im Mut der Lehrkräfte, neue Wege zu gehen, und nicht zuletzt in der Begeisterung der Schüler*innen.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Lehrkräfte, Schulleitungen, Schüler*innen und dem ganzen IJF-Team sowie an die Klaus Tschira Stiftung für das Vertrauen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie nachhaltige MINT-Bildung gelingen kann.

Wir danken der Klaus Tschira Stiftung

Die Klaus Tschira Stiftung fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik – mit den Schwerpunkten Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein.