Drei Mal KI – drei Mal Medienkompetenz

Mit der Pilotierung im Mai begann die zweite Phase des Projekts „KI4Kids – Kinder erforschen die Zukunft“, das die Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF) gemeinsam mit ScienceLab umsetzt. Nach der Pilotierungsphase führt das Projekt nun Grundschüler*innen in ganz Bayern an das Themenfeld Künstliche Intelligenz (KI) heran. Die IJF übernimmt dabei Nordbayern, ScienceLab bedient Grundschulen in Südbayern. Das Projekt wird von der Bayerische Sparkassenstiftung (BSS) gefördert.

Kinder nähern sich spielerisch modernen Technologien

Wie kann ich KI sinnvoll nutzen? Wie erkenne ich KI? Und wie binde ich sie als Unterstützung in den Familienalltag ein? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Grundschüler*innen im Rahmen von KI4Kids, das ihnen einen praxisorientierten und vor allem kritischen Umgang mit KI-Tools vermittelt. Gerade in der Übergangsphase zu einer weiterführenden Schule ist es wichtig, den Kindern frühzeitig Selbstvertrauen im Umgang mit technischen Innovationen zu geben. Dafür kommen Referent*innen der IJF für zweitägig angelegte Projekttage an nordbayerische Grundschulen (Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken, nördliche Oberpfalz) und entdecken gemeinsam mit den Schüler*innen die Welt der KI.

Am ersten Tag dreht sich alles um Grundlagen der KI – die Schüler*innen lernen grundlegende Begriffe sowie Prinzipien des maschinellen Lernens kennen und trainieren bereits eigenständig ein KI-Modell. Der zweite Tag steht dann ganz unter dem Zeichen generativer KI-Anwendungen: Nun lernen die Schüler*innen, wie sie mithilfe von KI Bilder generieren lassen können, wie sie beim Lernen unterstützt werden und wie sie beim Umgang mit KI verantwortungsvoll mit ihren eigenen Daten umgehen.

Mit KI4Kids lernen schon die Jüngsten, wie sie modernste Technologien für sich nutzen können. Dabei ist es uns nicht nur wichtig, dass die Schüler*innen selbstständig auf Entdeckungsreise gehen können. Es ist uns auch ein zentrales Anliegen, dass sie den Tools mit wachen, kritischen Augen begegnen.

Charlie Hufschlag, wissenschaftliche Referent*in der IJF

KI für die ganze Familie

Insbesondere im Grundschulalter ist es zentral, dass auch das direkte Umfeld der Schüler*innen im verantwortungsvollen Umgang mit KI geschult ist. Deswegen ergänzen digitale Elternabende sowie Lehrkräftefortbildungen das Profil des Projekts. Bei der Lehrkräftefortbildung stehen Methoden zur Wissensvermittlung im Mittelpunkt. Dabei berücksichtigt das Projekt Limitierungen des Schulalltags, sowohl in finanzieller als auch in technischer Hinsicht. Während der Fortbildungen lernen Lehrkräfte, wie sie den Stoff praxisnah und niedrigschwellig verpacken können – so motivieren sie die Schüler*innen zum eigenständigen Entdecken ihrer Interessen und Stärken. Die Elternabende legen den Schwerpunkt auf Datenschutz und alltagstaugliche Tipps im familienbezogenen Umgang mit KI.

Besonders begeistert hat mich der Futterautomat. Der Lerneffekt, dass man für eine Teachable Machine viele Daten braucht, war für die Kinder direkt erfahrbar. Das Erklärvideo war auch gut. Die Idee mit den Tieren war toll, weil die Kinder sofort Spaß daran hatten, mit den Hunden und Katzen zu „arbeiten“. Der Bezug zur Rahmenerzählung hat auch sofort eingeleuchtet.

Rückmeldung einer Lehrkraft nach einem Projekttag