Ein Baukasten für MINT, Kreativität und Umweltbildung
Fachübergreifende Lehrkräftefortbildung an der Dreiberg-Schule in Knetzgau
Wie können Schüler*innen dazu motiviert werden, sich MINT-Themen auf eigene Faust anzueignen – und welche Werkzeuge können Lehrkräften an die Hand gegeben werden, damit sie ihren Unterricht entsprechend gestalten? Diese Frage stellten sich Referent*innen der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher (IJF). Als Antwort konzipierten sie selbst eine Fortbildung für Lehrkräfte, in denen Tools für die praxisnahe und fächerübergreifende Vermittlung von MINT-Themen weitergegeben werden. Am 24. und 26. Februar 2026 ging das Format an der Dreiberg-Schule in Knetzgau in die neunte Auflage. Schulleiter Markus Reitz buchte die Fortbildung gleich für das gesamte Lehrpersonal.
Ein Bauwagen voller Ideen: Wie aus Technik, Kunst und Code ein lebendiges Lernabenteuer wird
Die Fortbildung richtete sich insbesondere an Lehrkräfte der 5. und 7. Jahrgangsstufen, bot aber auch für Lehrkräfte aus dem Grundschulbereich wertvollen Input. Das Programm legte den Fokus auf MINT-Fächer und war modular aufgebaut, sodass die Lehrkräfte eigenständig thematische Schwerpunkte setzen können – beispielsweise in Bezug auf Deutsch, Kunst oder andere Fächer.
Die Teilnehmer*innen lernten am Beispiel eines Modell-Bauwagens, wie umweltschonende Dämmung sowie Beleuchtung mit Erneuerbaren Energien funktionieren und wie eine Klingel programmiert wird. Anschließend wurden die Ergebnisse im Plenum präsentiert. So vereint die Fortbildung Kompetenzvermittlungen in den Fächern Natur und Technik/Heimat- und Sachunterricht, Mathematik, Informatik und Kunst, sowie schulart- und fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele. Das fächerübergreifende Konzept eignete sich besonders für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte, da sie wie bei einem Baukasten einzelne Themenbausteine hinzufügen oder entfernen können.
„Das praxisnahe und wandlungsfähige Konzept der IJF-Lehrkräftefortbildung passt ideal zur Dreiberg-Schule. Klassen- und stufenübergreifende Lernkonzepte bilden den Kern unserer Schule – da ist es nur folgerichtig, wenn unsere Lehrkräfte ebenso lernen!“
Entdeckendes Lernen verwandelt MINT-Hürden in Sprungbretter
Die Fortbildung ist darauf ausgelegt, dass sich die Schüler*innen mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte Kompetenzen in MINT-Bereichen und darüber hinaus selbstständig aneignen können. Zentral ist dabei das forschend-entdeckende Lernen, mit dem sich die Schüler*innen eigenständig Themen erarbeiten, ihre Stärken entdecken und Berührungshemmungen zu MINT abbauen. Das Potenzial des forschend-entdeckenden Lernens zeigte sich auch während der Lehrkräftefortbildung: Im Nachgang gaben einige Lehrkräfte an, dass ihnen der Praxisteil dabei geholfen habe, die Inhalte der Module besser zu verstehen.
„Dafür stehen wir als IJF: Für praxisnahe und niedrigschwellige Bildungsangebote, die neugierig auf MINT machen. Dabei ist es selbstverständlich für uns, Multiplikator*innen wie Lehrkräfte entsprechend weiterzubilden und auch fachfremdes Personal für MINT zu begeistern.“
Die Fortbildung wurde im Rahmen des Projekts „Roadmap in die MINT-Arbeitswelt – chancengerechte Zukunftsorientierung“ durch die Förderung des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, ermöglicht und war deshalb für die Schule kostenfrei. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die engagierte Teilnahme!