MINT fördern, Zukunft schaffen

IJF-Beiratssitzung 2025

Am 13. November 2025 fanden Mitglieder des Beirats der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF) sowie Teile des IJF-Teams zur diesjährigen Beiratssitzung in den Räumlichkeiten der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) zusammen. Sprecherin Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll führte durch die Tagung, die sich neben der Vorstellung aktueller Aktivitäten vor allem mit dem Thema Chancengleichheit für Frauen und Mädchen im MINT-Bereich befasste.

Neuigkeiten aus der Bildungsarbeit

Geschäftsführer Christoph Petschenka und stellvertretender Geschäftsführer Michael Gündert stellten Aktuelles aus der Arbeit der IJF in Bayern und Baden-Württemberg vor. Im Rückblick gehörten u.a. Teilnahmerekorde bei der MINT-Messe, die erfolgreich abgeschlossene Pilotphase des Projekts KI4Kids oder der Abschluss des mit 100.000 Euro dotierten Projekts „Climate Career 4.0“ zu den Highlights. Etliche Tandem-Projekte konnten mit Kooperationspartnern aus der Wirtschaft umgesetzt werden.

Erkenntnisse zur Förderung von Mädchen und Frauen in allen Phasen des Bildungswegs

Nach einer Stärkung stellte Dr. Miriam Bröckel vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. (kompetenzz) – Teil des Partnernetzwerks der IJF – Ansätze vor, mit denen mehr Chancengleichheit für Mädchen und Frauen in MINT-Bereichen umgesetzt werden kann. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen setzte sie den Fokus auf frühe Lebensphasen, in denen Kinder bereits genderspezifische Prägungen erfahren. Deshalb sei es umso relevanter, dass die IJF mit ihren Projekttagen und mit ihrem Schulungsangebot bereits Mädchen in der Primarstufe für MINT-Themen begeistere und ihnen damit viel Selbstvertrauen für weitere Entdeckungen schenke.

Lehrkräfte, Eltern und Auszubildende wurden als weitere Personengruppen vorgestellt, die maßgeblich Einfluss auf die Interessensentwicklung und später auf die Berufswahl der Kinder haben. Als Begleiter*innen können sie Mädchen und Frauen in unterschiedlichen Phasen des Bildungswegs dazu ermutigen, der eigenen Neugier nachzugehen und sich schließlich für einen MINT-Beruf zu entscheiden.

Die IJF setzt mit ihren Projekttagen, Tandem-Aktionen und Lehrkräfteschulungen genau da an, indem sie Schüler*innen motiviert, aber auch Lehrkräfte gendersensibel schult und durch die Kooperation mit Unternehmen Beispiele aus der Berufspraxis in Schulen mitbringt. In einigen Projekten sammelt die IJF auch Erfahrungen in der Elternarbeit.

Diskussion: Wichtige Anregungen für weitere Projekte

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde festgestellt, dass gerade in Industrieunternehmen der Frauenanteil je nach Arbeitsbereich stark variiert. Mit Blick auf die Präsentation von Dr. Miriam Bröckel betonte Christoph Petschenka noch einmal die Relevanz der Elternarbeit und die Förderung von Mädchen im Grundschulalter. Die Präsentation und die Diskussion in großer Runde lieferten wertvollen Input für die Arbeit der IJF.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen für den angeregten Austausch und gratulieren Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll und Michael Stammberger zur einstimmigen Wiederwahl als Sprecherin und als stellvertretender Sprecher des Beirats! Besonderer Dank gilt unserem Mitglied, der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH, für die traditionelle Einladung in ihre Räumlichkeiten in Würzburg.