Zukunft bauen
Riedel Bau unterstützt IJF-Projekttage zum Thema Leichtbau
Wie baut und konstruiert man heute schnell, intelligent und nachhaltig? Diesen Fragen gingen die Schüler*innen der Mittelschule Bergrheinfeld bei den Projekttagen der Initiative Junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF) auf den Grund. Mit den Themen Bionik und Leichtbau behandelten sie wichtige Zukunftskompetenzen für die Arbeitswelt von morgen. Ziel der in Kooperation mit Riedel Bau organisierten Projekttage war es, technisches Interesse zu fördern, Bauen und Konstruieren greifbar zu machen und Berührungspunkte zur beruflichen Praxis zu schaffen.
Bionik und Leichtbau sind untrennbar miteinander verbundene Disziplinen. Die Bionik leitet aus Naturbeobachtungen effiziente Lösungen ab, die Prinzipien des Leichtbaus übertragen diesen Ansatz auf unsere moderne technische Welt. Beide wollen durch eine intelligente Konstruktion überflüssiges Gewicht vermeiden und damit Rohstoffe und Energie einsparen. Leichtbau zählt damit zu den für die Wirtschaft und Umwelt wichtigsten Schlüsseltechnologien.
„Projekttage wie diese sind eine wertvolle Ergänzung unseres Unterrichts. Die Jugendlichen erleben Zukunftsthemen wie Leichtbau noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive und gewinnen wertvolle Erkenntnisse für ihre spätere Berufswahl.“
Mit verschiedenen Experimentierstationen konnten die Schüler*innen aus Bergrheinfeld selbst erleben, wie man mit Prinzipien aus der Natur technische Probleme lösen kann. So konnten sie beispielsweise die Wärmeisolation verschiedener Materialien erproben und unterschiedliche Werkstoffe testen – stets mit dem Ziel, bei allen Bauteilen möglichst viel Gewicht einzusparen, ohne die Funktionalität zu beeinträchtigen. „Projekttage wie diese sind eine wertvolle Ergänzung unseres Unterrichts“, freut sich Schulleiter Detlef Haas. „Die Jugendlichen erleben Zukunftsthemen wie Leichtbau noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive und gewinnen wertvolle Erkenntnisse für ihre spätere Berufswahl.“
Von der Theorie in die berufliche Praxis: Eva Holzheid und Vincent Hecht stellten die Firmengruppe Riedel Bau und berufliche Perspektiven in der Branche vor.
Eine wichtige Rolle spielt der Leichtbau-Ansatz vor allem im Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau, in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Bauindustrie. Da war es nur folgerichtig, für die Projekttage im Juli 2025 ein Bauunternehmen aus der Region mit ins Boot zu holen. Die Firmengruppe Riedel Bau aus Schweinfurt ergänzte das Angebot der IJF um Einblicke aus der Praxis. Das Unternehmen ist unter anderem im Hoch- und Tiefbau, in der Projektentwicklung sowie in der Sanierung von Bestandsgebäuden tätig und beschäftigt derzeit rund 630 Menschen.
„Wir möchten jungen Menschen zeigen, wie wichtig modernes und ressourcenschonendes Bauen ist – gleichermaßen für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt“, betont Eva Holzheid von der Personalentwicklung bei Riedel Bau, die die Projekttage selbst begleitet hat. Mit Vincent Hecht stand zudem ein Auszubildender im Beruf des Stahl- und Betonbauers den interessierten Schüler*innen Rede und Antwort und machte die Berufsorientierung für sie greifbar.
„Wir möchten jungen Menschen zeigen, wie wichtig modernes und ressourcenschonendes Bauen ist – gleichermaßen für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.“
Mit sogenannten Tandem-Projekttagen schlägt die IJF die Brücke zwischen Schule und Wirtschaft. „Wir machen theoretische Inhalte durch spannende Experimente erlebbar, verbinden sie mit praktischen Einblicken in echte Unternehmen und zeigen gleichzeitig auf, welche Berufsfelder dahinter stecken“, erklärt Michael Gündert, stellvertretender Geschäftsführer der IJF. Als Bildungsinitiative engagiert sich die IJF seit 2010 für die nachhaltige Förderung von Kindern und Jugendlichen in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).
Die Projekttage sind für die Schulen kostenfrei. Möglich macht dies eine Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und durch die Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern.